ams OSRAM Heim-/Gebäudeautomation
Ams OSRAM Home/Gebäudeautomation Lösungen umfassen zuverlässiges Smart Home und Gebäudeautomations- Lösungen. Die Digitalisierung von Gebäuden schreitet kontinuierlich voran und führt zu mehr Komfort und Sicherheit, erhöhter Sicherheit und geringerem Energieverbrauch. Kombinierte Beleuchtungs- und Sensortechnologien sind Schlüsselfaktoren für einen breiten Bereich automatisierter Funktionen, wie z. B. differenziertere Raucherkennung, intelligenter schlüsselloser Zugang, fortschrittliche humanzentrierte Beleuchtung (HCL), UV-C-Behandlung und Zustandsüberwachung oder vorausschauende Wartung für den ausfallsicheren Betrieb kritischer Infrastrukturen und Anlagen.Videos
Zuverlässige Rauch- und Flammendetektion
Eine neue optische Technologie für Rauchmelder erkennt Brände schneller – und rettet so Leben. Zudem werden Fehlalarme vermieden, die wertvolle Ressourcen an den falschen Ort binden. Die Kombination aus einem Multispektralsensor und einem weißen LED-Strahler erfasst die einzigartigen Spektralsignaturen verschiedener Raucharten. Das neue technische Konzept für die Rauchmelder der nächsten Generation wurde von ams OSRAM entwickelt und getestet: Gefahrensituationen, die durch Rauch oder Feuer entstehen, können damit schneller und präziser erkannt werden als mit jedem anderen Rauchmelder auf dem Markt. Zudem verfügt unsere Lösung über die einzigartige Fähigkeit, zwischen verschiedenen Arten von Feuer und Rauch zu unterscheiden, was zu exakteren Alarmen und weniger Fehlalarmen, z. B. durch Staub, führt. Dank der Technologie von ams OSRAM enthält das Notrufsignal an die Ersthelfer jetzt Informationen darüber, ob das Feuer von Holz, Kunststoff, Öl oder einem anderen Material ausgeht. So können diese bereits unterwegs die richtigen Sicherheits- und Löschmittel vorbereiten.
Sicherheitszugangssteuerung
In der Vergangenheit wurden fortschrittliche Sensorfunktionen verwendet, um biometrische Zugangslösungen zu ermöglichen. Am bekanntesten sind biometrische Gesichtsscans, Iris-Scans oder Finger-/Handabdruck-Scans. In letzter Zeit entstehen Lösungen, bei denen einzigartige Herzmuster- oder Handvenen-Scans ausgewertet werden. Sehen wir uns die hochmodernen Lösungen genauer an.
Biometrische Gesichtsscans erfassen in der Regel die folgenden Merkmale, die dann hinsichtlich Größe, Dicke, Platzierung, Form oder Kontur verglichen werden: Wangenknochen, Augen, Nase, Mund, Lippen, Kinn/ Kieferpartie, Stirn/ Kopfhaut und Ohren. Kritische Infrastrukturen erfordern eine 100%ige biometrische Übereinstimmung, während für die meisten handelsüblichen Systeme eine Übereinstimmung von etwa 80-90 % ausreichend ist. Der Schutz vor Spoofing bzw. Täuschung oder Verschleierung (z.B. duch das Aufstellen eines Fotos vor dem Scanner statt einer echten Person) erfordert eine echte 3D-Gesichtsdatenerfassung. Dazu wird das Stereovisionsverfahren mit zwei Kameras oder das strukturierte Lichtabtastverfahren mit einer Kamera (bei dem eine einzelne Kamera die Verschiebung einer definierten Punktmusterprojektion misst) verwendet.
Ein anderer biometrischer Scanansatz beruht auf Iris-Scans. Jede Person verfügt über eine einzigartige Iris, was Textur, Größe und Farbe angeht. Eine Kombination aus Nahinfrarot- oder sichtbaren Lichtquellen und einer Digitalkamera bilden die Grundlage für ein biometrisches Augenscansystem. Typische Abstände zwischen der Iris und dem Scansystem betragen etwa 8 cm bis 40 cm. Das Scannen der Iris gehört zu den sichersten Scantechnologien, da es bis zu 240 Mal auf Referenzpunkte zurückgreift, um über eine Übereinstimmung zu entscheiden (im Vergleich dazu sind bei Fingerabdrücken in der Regel nur etwa 60 Referenzpunkte für eine Übereinstimmung erforderlich).
Zudem scannen die Finger-/ Handabdruck-Laser die winzigen Reibungsrillen an den Enden der Finger und Daumen, die bei jeder Person einzigartig sind. Der Scan kann optisch (schnell, aber schmutzempfindlich), kapazitiv (schnell, aber empfindlich bei nassen/schmutzigen Händen) oder mittels Ultraschall (selbst ein 3D-Scan, aber langsam) durchgeführt werden. Unabhängig von der Scan-Methode wird bei der Zugangsabtastung ein Abbild der Reibungsrillen erstellt und ausgewertet. Optische Scans haben in der Regel eine Auflösung von 512x512 Pixeln für ein Bild von ca. 2,5 cm2 bei einer Auflösung von ca. 500 dpi und 256 Graustufen. Algorithmen zur Erkennung von lebenden Fingern werden eingesetzt, um gefälschte Finger zu erkennen. Diese Algorithmen folgen denselben Methoden wie die, die für die Überwachung von Vitalzeichen bekannt sind: Herzfrequenz, Blutsauerstoff usw.
Menschenzentrierte Beleuchtung (Human-Centric Lighting, HCL)
Die menschliche Beleuchtung ist die Disziplin der Schaffung von Beleuchtungsumgebungen, an die unsere Körperfunktionen bei natürlichem Tageslicht gewöhnt sind. Sie verbessern die menschliche Leistungsfähigkeit, den Wohlfühlfaktor, die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden.
Die offensichtlichste Wirkung von Licht auf den Menschen ist die Sicht. Sie ermöglicht es uns, Helligkeit, Formen, Farben und Bilder zu identifizieren und Informationen sowie Kontraste wahrzunehmen. Aber es steckt noch viel mehr dahinter: Licht wirkt sich auch auf unsere biologischen Abläufe aus. Es beeinflusst unsere Hormone, Aufmerksamkeit, Konzentration und Müdigkeit und steuert zudem unsere innere Uhr sowie den zirkadianen Rhythmus.
Die intrinsisch-photosensitiven retinalen Ganglienzellen (ipRGCs) innerhalb der Retina bilden einen neuronalen Weg in die Hypothalamusregion des Gehirns. Unser Gehirn reguliert den zirkadianen (Tages-)Rhythmus des Körpers, der dem natürlichen Tag-/Nachtzyklus folgt. Melanopisches Licht ist der Teil des Lichtspektrums mit dem höchsten Potenzial für Wachsamkeit, mit einer Spitze im Spektralbereich von 470 bis 490 nm. Es setzt ein lichtempfindliches Protein, das sogenannte Melanopsin, innerhalb der ipRGCs frei. Durch einen komplexen Prozess hemmt Melanopsin das schlaffördernde Hormon Melatonin während des Tages und erhöht allmählich die Melatoninproduktion, wenn das Tageslicht nachlässt.
Klinische Studien haben ergeben, dass rotes Licht im mid-600nm und im Nahinfrarotspektrum von etwa 850 nm zum Schutz vor altersbedingtem Sehverlust — die so genannte Makulardegeneration — ohne beobachtete nachteilige Nebenwirkungen beiträgt. Die Stimulation der Adenosintriphosphat-Produktion (ATP) durch die Mitochondrien innerhalb der Augenzellen hemmt den herkömmlichen Abbau der Zellen. Dadurch werden Sehverschlechterung, Ödeme, Blutungen und das Risiko von Augenentzündungen verringert.
Schließlich beeinflusst Licht (insbesondere im UV-Spektrum) über die Haut die Vitamin-D-Produktion, die Ausschüttung von Endorphinen und die direkte Immunabwehr im menschlichen Körper. Die menschenzentrierte Beleuchtung berücksichtigt diese Effekte und bietet einen ganzheitlichen Ansatz für die Beleuchtung. Sie gleicht die visuellen, emotionalen und biologischen Bedürfnisse des Menschen in Beleuchtungsanwendungen aus.
